Als bildende Künstler gibt es viele Möglichkeiten, Inhalte zu visualisieren. In diesem Tages-Seminar geht es darum, sich damit zu beschäftigen, was bildende Kunst in Gesprächen und in der Gemeinschaftsbildung beitragen kann. Das Seminar richtet sich nicht nur an bildende Künstler, sondern an alle, die an Prozessen interessiert sind.
Eine Gruppe unterhält sich über ein Thema. Das setzt Verbindungen, Energien, Kräfte frei. Diese sollen sichtbar gemacht werden: mit Worten, Farben und Formen. Im Mittelpunkt steht das Erspüren dessen, was gerade geschieht, während gesprochen wird. Es ist eine Art visuelles Zuhören, aber keine Illustration und auch kein Protokoll. Einfach sichtbar machen, was sonst unsichtbar bleibt, aber doch spürbar ist. Dieses Visualisieren hat wiederum eine Wirkung auf die Gruppe. Es entsteht ein neues Beziehungsgeflecht. Es ist eine andere Form anwesend als nur das gesprochene Wort. Deutlich wird, wie ein gleicher Inhalt von verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich wahrgenommen und visuell umgesetzt wird.
Gerade darin liegt das Interessante: Mehrere Anschauungen des Gehörten werden sichtbar und können dadurch ein grösseres Verständnis bewirken. Das ist schwer in Worte zu fassen, da es ja gerade das durch Worte entstehende Gewebe zwischen den Menschen malerisch sichtbar macht. Das ist natürlich immer nur ein Versuch. Aber es lohnt sich, dies einmal zu üben.
Anmeldeschluss 14. März 2026 bei sbk@goetheanum.ch
