Werkstätten für Kunst am Goetheanum

Skulptur, Malerei, Architektur und Landschaft

Die Werkstätten für Kunst, die im Frühjahr 2019 in Form von offenen Werkstattangeboten auf dem Goetheanumgelände fortgesetzt werden, bieten ein Forum für die Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Werk Rudolf Steiners. Während zwei Wochen wird jeweils ein Künstler/-in eine Werkstattarbeit im Bereich Architektur, Plastik oder Malerei anbieten. Kunstschaffende, Interessierte aus allen Lebensbereichen sowie Studierende sind zu tätigem Austausch eingeladen; die Werkstätten bieten Raum für individuelles Studium und Forschung.

Können wir das künstlerische Werk Rudolf Steiners, das in der prekären zeitgeschichtlichen Lage zu Beginn des 20.Jahrhunderts entstand, heute „neu“ lesen und wie kann sich die praktische Auseinandersetzung in ein Verhältnis setzen zu der komplexen Wirklichkeit, in der wir leben? Die Werkstätten wollen beitragen zu den heute anstehenden Gestaltungsfragen sowohl in Bezug auf den Raum des eigenen Inneren als auch auf die drängenden Fragen in dem gesellschaftlichen Raum. R. Steiners künstlerisches Werk ermöglicht ein Zurückgreifen auf die Grundfragen des Menschen, um dann im weitesten Sinne gestalterisch damit umzugehen. Dies sind Fragen der Wahrnehmung, der Selbstschulung, die heute so stark benötigte Fähigkeit zu prozessualem Denken, die Überwindung der „Brüche“ zwischen Innen und Außen.

Die Werkstätten leben vom dialogischen, kollegialen Arbeiten; nur in der Anerkennung dessen, was jeder Einzelne mitbringt an Erfahrung, an Wissen, an Praxis kann ein für beide Seiten fruchtbarer und zeitgemäßer Austausch entstehen. Die Werkstätten arbeiten eng mit der Kunstsammlung und Dokumentation am Goetheanum zusammen.

Werkstatt Skulptur: fällt aus

Werkstatt Malerei: fällt aus

Werkstatt Architektur und Landschaft: findet statt 18.03. - 29.03. 2019

  

Werkstatt Architektur und Landschaft

Rudolf Steiner hat in die Landschaft in und um Dornach das zweite Goetheanum und die kleineren Gebäude ( Nebenbauten) für ganz verschiedene Funktionen gebaut. Zusammen bilden sie eine Gebäude-Komposition, die sich mit vielfältigen Bezügen in den großen Landschaftsraum hineinstellt. Die Erforschung dieser "Gebäudeskulpturen in der Landschaft", die Beziehungen, das Gespräch zwischen Peripherie/Landschaft und Zentrum/Gebäude ist Thema dieser Werkstattarbeit.

Wir können die Gebäude in der Landschaft erwandern, beobachten, entdecken und durch Zeichnen und Plastizieren innerlich bewegen und versuchen zu verwandeln.

- Wie erweitert schließlich der Blick zurück in das Innere des Gebäudes die Wahrnehmung? Können sich neue Aspekte zeigen in dem Licht des großen Zusammenhanges?

Leitung: Rudolf Kaesbach

  

Werkstatt-Leiter

Rudolf Kaesbach, Studium der Architektur in Zürich und Bildhauerei in Dornach. 1977-1980 Werklehrer in Marburg. 1980-81 Arbeit mit John Wilkes, England. 1981-2018 Leiter der Bildhauer und Werklehrer Ausbildung am Emerson College. Forschungen zu den Steinsetzungen in Penmaenmaur/Wales und ihre Beziehung zu Rudolf Steiner's Bauten in Dornach. Weltweite Kurstätigkeit in Bildhauerei, pädagogisches Plastizieren und Land-Art, besonders im Fernen Osten und Südamerika.